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Stand: 30.05.2018

Pressemitteilung 18.12.17

Cochem

Wege in die Arbeit für Menschen mit Behinderung

Der Arbeitskreis "Teilhabe am Arbeitsleben" informierte Menschen mit Behinderung und deren gesetzliche Vertreter am 24. November 2017 in der Kreisverwaltung Cochem-Zell über "Wege in die Arbeit" für Menschen mit Behinderung.  

Bei der Informationsveranstaltung in der Kreisverwaltung Cochem-ZellBei der Informationsveranstaltung in der Kreisverwaltung Cochem-ZellFoto: Kreisverwaltung Cochem-Zell

Nach der Begrüßung durch Landrat Manfred Schnur informierte der Arbeitskreis die über 100 interessierten Gäste über die individuellen und vielfältigen Beschäftigungs- und Einsatzmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Werkstatt für behinderte Menschen, wie beispielsweise das Praktikum, der ausgelagerte Berufsbildungsplatz, der ausgelagerte Arbeitsplatz und das sogenannte Budget für Arbeit, ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit tariflicher Vergütung. Thematisiert wurden zugleich der Übergang von der Schule in den Beruf, die berufliche Bildung in der Werkstatt und das Arbeiten in einem Integrationsbetrieb.

Zwei Beschäftigte der Caritas Werkstätten berichteten im Anschluss anschaulich über ihre Tätigkeit auf einem sogenannten ausgelagerten Werkstattarbeitsplatz in einer Senioreneinrichtung im Kreis Cochem-Zell. Aus Sicht des Einrichtungsleiters wurden die positiven Aspekte sowie der Mehrwert auf beiden Seiten, der aus diesen Arbeitsverhältnissen hervorgeht, geschildert. In der anschließenden Diskussion erörterte der Arbeitskreis gemeinsam mit den Gästen Fragen und Problemstellungen bei der Integration von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben. 

Der Arbeitskreis ist im Zuge der Umsetzung der Regionalen Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderung entstanden. Die Regionale Teilhabeplanung, die in den Jahren 2010/2011 im Kreis Cochem-Zell durchgeführt wurde, verfolgt unter anderem das Ziel, Menschen mit Behinderung erfolgreich im Arbeitsleben zu integrieren. Der Arbeitskreis hat sich dazu auf den Weg gemacht, Alternativen zum klassischen Werkstattarbeitsplatz, insbesondere Angebote auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, weiterzuentwickeln.

Dem Arbeitskreis gehören Vertreter der Werkstätten für behinderte Menschen, der Integrationsbetriebe, der Beratungsdienste der Behindertenhilfe im Landkreis sowie ein Vertreter der Kreisverwaltung als örtlicher Sozialhilfeträger an. Für das erste Halbjahr 2018 plant der Arbeitskreis eine Informationsveranstaltung für ortsansässige Unternehmen zum Thema Budget für Arbeit.