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Stand: 21.01.2019

Pressemitteilung 12.12.18

Sinzig/Kiel

Auf hoher See

Die Caritas Werkstätten St. Elisabeth veranstalten jedes Jahr mehrere Ferienfreizeiten und Urlaubsmaßnahmen für Werkstattbeschäftigte und Tagesförderstätten-Besucher am Sinziger Standort. Damit sollen vor allem die Entwicklung und die Persönlichkeit der Teilnehmer gefördert werden. In diesem Jahr konnte zum zweiten Mal eine Kreuzfahrt angeboten werden, finanziert durch einen hohen Eigenanteil der Teilnehmer und einen Zuschuss der Caritas Werkstätten. Hier ist der Bericht der Reisegruppe. 

Die Reisegruppe der Caritas Werkstätten St. ElisabethDie Reisegruppe der Caritas Werkstätten St. ElisabethFoto: Caritas Werkstätten, Sinzig

Am 16. September 2018 fuhren wir mit zwölf Teilnehmern und vier Betreuern per Bahn nach Kiel, um von dort aus zu einer siebentägigen  Ostseerundfahrt mit der AIDAbella in See zu stechen. Die Rundfahrt führte über Tallin (Estland), St. Petersburg (Russland), Danzig/Gdingen (Polen) und Kopenhagen (Dänemark) zurück nach Kiel.

In Tallin angekommen, starteten wir zu Fuß in die Altstadt (UNESCO-Welterbe) und tauchten in die Geschichte der ehemaligen Hansestadt ein. Wir lauschten einem Straßenmusiker und kehrten in ein uriges Café ein. Am Abend schauten wir Artisten, Tänzern und Sängern bei ihrer Show im Theatrium auf der AIDA zu. Ausklingen ließen wir den Abend in der Almhütte an Bord. 

Am nächsten Morgen hatte das Schiff bereits im Hafen bei St. Petersburg angelegt. Weil wir für den Besuch der Stadt kein Visum hatten, verbrachten wir den Tag an Bord. Einige von uns besuchten das Fitnesscenter, andere die Saunalandschaft. Bei der Poolparty hatten wir riesen Spaß, wir tanzten und feierten gemeinsam bis in den Abend. Am Tag darauf waren wir wieder auf See in Richtung Polen. Auf Deck 12 spielten wir Fußball, am Pool probierten wir Cocktails und am Abend besuchten wir wieder eine Show im Theatrium. Als wir am nächsten Reisetag Danzig/Gdingen erreichten, unternahmen wir einen Spaziergang durch das Hafengelände und entlang der Promenade. 

Am letzten vorletzten Reisetag legten wir in Kopenhagen an, wo wir das Hafenviertel Nyhavn erkundeten und eine Hafenrundfahrt im Touristenboot unternahmen. Zurück an Bord, genossen wir ein besonderes Abendessen mit allerhand Köstlichkeiten. Zum krönenden Abschluss gab es eine AIDA-Torte. Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck gingen wir am 23. September in Kiel zum letzten Mal von Bord und traten erschöpft, aber zufrieden mit der Bahn die Heimreise nach Sinzig an.

Mit unserer Kreuzfahrt haben wir wieder mal gezeigt, dass solche Reisen auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf möglich sind. Die zwölf Teilnehmer sind auf hoher See regelrecht aufgeblüht. Sie haben gelernt, Entscheidungen selbst zu treffen, sich frei zu entfalten und die Reise selbst mitzugestalten. Sie haben den zunehmenden Kontakt zu den Crew-Mitgliedern und den Passagieren sichtlich genossen. Wir alle waren sehr beeindruckt von der Freundlichkeit und der Zuwendung des Bordpersonals, und auch die vielen Passagiere sind uns offen begegnet.  

Als Betreuer haben wir an Bord viel Zuspruch erhalten für das, was wir tun. Natürlich war der Aufwand für die Kreuzfahrt enorm, die Vorbereitung im Vorfeld überaus intensiv. Doch nach den vielen wertvollen Erfahrungen, die wir alle gemeinsam gemacht haben, steht fest: Die Anstrengungen haben sich gelohnt!